Auf der Grundlage des Rahmenlehrplans vom Zentralverband des Handwerks haben wir unser Lernkonzept in Module aufgeteilt, damit wir in der Lage sind die Lerninhalte berufsbegleitend am Wochenende als Präsenzunterricht durchführen zu können.

Wichtig war und ist uns die stetige Anpassung der Lerninhalte. Diese Anpassung orientiert sich in erster Linie an den Anforderungen des Dienstleistungsmarktes und der Erwartungshaltung heutiger Kunden an Facility Services-Dienstleister.

Aus unserer Sicht bedeutet dies „zeitgemäße Objektmanager/innen“ auszubilden, die in der Lage sind prozessorientiert und rechtskonform Objekte und Liegenschaften zu bewirtschaften, sowie bedarfs- und nutzergerechte Betreiberkonzepte erstellen zu können. Diesbezüglich haben wir die Lerninhalte mit Modulen wie kundenorientiert präsentieren, Betreiberverantwortung und mehrere handlungsorientierte Workshops erweitert. Des Weiteren orientieren wir uns an den GEFMA-Richtlinien, da diese aus der Praxis im Dienstleistungssegment Facility Management nicht mehr wegzudenken sind und in oder für Ausschreibungen zunehmend Anwendung finden, da vielfach heute schon Forderungen hinsichtlich GEFMA-Strukturen gefordert werden. Dies trifft insbesondere auf die Dokumentationspflicht zu.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden ist für uns der eingeschlagene Weg dieser Weiterbildung, in Form von Präsenzunterricht, der Beste um die Komplexität von Facility Management zu erlernen, zumal wir dies mit Praxisbeispielen in unseren handlungsorientierten Workshops unterstützen. Wichtig ist nicht etwas zu lesen oder nachzuarbeiten, sondern die Prozesse zu verstehen und Strukturansätze, so wie es die DIN EN 15221-1 beschreibt, anwenden und umzusetzen zu können.

Die Erfahrung aus über einhundert Seminaren hat uns gezeigt, dass das Thema Facility Management mit seiner Komplexität nur praxisorientiert umfassend zu vermitteln ist, wenn man die Lerninhalte ständig mit Teilnehmern Auge in Auge besprechen kann. Prozessdenken und die Erstellung von bedarfsgerechten Betreiberkonzepten, wie sie heute fast Standard sind und überwiegend von Facility Services-Unternehmen gefordert werden, lassen sich besser im direkten Kontakt erlernen und sind für viele erst durch praktische Übungen in Workshops zu verstehen.

Wenn man bedenkt, dass sich viele Lehrgangsteilnehmer erst wieder ein Lernverhalten aneignen müssen, so sind Lehrgangsformen wie beispielsweise das Blended Learning aus unserer Erfahrung schwer geeignet um die Komplexität des Facility Managements zu vermitteln. Hinzu kommt die große Selbstdisziplin, die man neben dem stressigen Berufsalltag aufbringen muss. Leichter ist es in einem Präsenzunterricht zu lernen und sich mit Kollegen auszutauschen. Hinzu kommt die Möglichkeit Lerngemeinschaften zu bilden, was bei einer digitalen Stoffvermittlung nur schwerlich umzusetzen ist.

Hilfreich für das Erlernen von Prozessdenken ist auch die Erstellung einer Projektarbeit, welche für die Fortbildungsprüfung zum Fachwirt für Gebäudemanagement (HWK) gefordert wird. Für uns als KN-Marketing ist dies ein weiteres Instrument die Qualifikation zu unterstreichen und die Reputation der Teilnehmer zu verbessern, da viele diese Projektthemen später in der eigenen Unternehmung umsetzen sollen. Somit ergibt sich für Unternehmen, die Mitarbeiter zur Weiterbildung abgestellt haben, ein großer Nutzen, da vielfach durch die Umsetzung Einsparungen erzielt und/oder Probleme und Risiken aufgedeckt werden.

Um eine zielgerichtete Projektarbeit zu erstellen, muss viel Zeitaufwand zur Unterstützung geleistet und in zeitlichen Abständen der Arbeitsfortschritt kontrolliert bzw. Vorschläge zur Optimierung unterbreitet werden. Dies ist nur in Lehrgangsformen mit Präsenzunterricht umfassend zu leisten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass unsere angestrebte Lernzielsetzung vielfach besser im direkten Kontakt mit unseren Teilnehmern geleistet werden kann, weshalb wir an unserem Konzept eines Präsenzunterrichts festhalten. Diese Erkenntnis haben wir in unseren bis dato weit über einhundert Lehrgängen gewonnen. Bestätigt wurde dies auch vielfach von Absolventen, welche durch unsere Weiterbildung verantwortungsvollere Aufgaben übernommen oder einen Neueinstieg gefunden haben.

Zeitgemäßes Facility Management-Wissen erlangt man nicht durch lesen, zuhören und Besichtigungen von Anlagen etc., sondern über Prozessdenken und die Kenntnis über die Anwendung von Standards und Strukturen.

Facility Management heißt Prozessorientierung, und nur der dies umzusetzen versteht wird erfolgreich im Facility Services-Dienstleistungsmarkt arbeiten können.

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